Wissenschaft im Dialog – Krebsrisiko der E-Zigarette nur fünf Prozent des Krebsrisikos beim Rauchen herkömmlicher Zigaretten


Berlin, 27.07.2017  In dem Artikel E-Zigarette – weniger schädlich, aber nicht gesund behauptet die Autorin Rebecca Winkels, ein Bericht des Royal College of Physician and Public Health England würde das Krebsrisiko der E-Zigarette auf nur fünf Prozent des Krebsrisikos beim Rauchen herkömmlicher Zigaretten beziffern.

Dieser bezifferte das Krebsrisiko der E-Zigarette auf nur fünf Prozent des Krebsrisikos beim Rauchen herkömmlicher Zigaretten.

Quelle: https://www.die-debatte.org/e-zigarette-gesundheit/

Die Aussage über ein Krebsrisikos wird aber weder in dem als Quelle benannten Artikel des Royal College of Physician and Public Health England, noch in der zugrundeliegenden Risikoabschätzung [2] getroffen. Kernaussage der Studie ist, dass das Gesundheitsrisiko des Konsums von E-Zigaretten mindestens 95% geringer ist, als das Gesundheitsrisiko des Tabakrauchens. Das verbleibende Restrisiko von fünf Prozent bezieht sich jedoch nicht auf ein Risiko, durch den Konsum von E-Zigaretten an Krebs zu erkranken, sondern nahezu ausschließlich auf das Abhängigkeitspotential von Nikotin.[3]

Fazit

Frau Winkels schreibt die Unwahrheit, wenn sie behauptet, Bericht bzw. Studie würden das Krebsrisiko durch den Konsum von E-Zigaretten auf fünf Prozent des Krebsrisikos durch den Konsum von Rauchtabak beziffern.

Bewertung: Falsch


Quellen:

[1]: E-Zigarette – weniger schädlich, aber nicht gesund – https://www.die-debatte.org/e-zigarette-gesundheit/
[2]: Estimating the Harms of Nicotine-Containing Products Using the MCDA Approach – https://www.karger.com/Article/FullText/360220 (Figure 2)
[3]: Wie schädlich sind E-Zigaretten? – https://drive.google.com/file/d/0B1XBejPbx-nhYk1kZEFYd1JLRDQ/view